myblog.de/dyingfairy
Gratis bloggen bei
myblog.de

Sydney

Als Wahrzeichen Sydneys gelten das von Jørn Utzon erbaute muschel- oder segelförmige Opernhaus - nach Utzons eigener Saga dem Entfalten einer Orange nachempfunden - sowie die weltberühmte Hafenbrücke. Jørn Utzon hat "seine" Oper nie im fertigen Zustand gesehen. Nachdem die Geldmittel für die Oper gekürzt werden sollten, reiste er ab. Die Oper wurde danach mit einer eigenen Lotterie finanziert. Heute ist die Oper ein beliebter touristischer Anziehungspunkt und liegt gleich neben dem bekannten Botanischen Garten


Sydneys Zentrum ist leicht überschaubar und gut zu Fuß zu erschließen. Neben dem Opera House und der Harbour Bridge ist vor allem die Altstadt "The Rocks" mit den Lagerhäusern an der Bucht Sydney Cove sehenswert. Direkt am Circular Quay, der Zentralstation für Bus, Bahn und vor allem die Hafenfähren, grenzt der riesige Royal Botanic Gardens, in dessen Umkreis sich mehrere interessante Museen befinden. Das State Theatre im Stadtzentrum ist Veranstaltungsort des Sydney Film Festivals.

Das Kommerzzentrum der Stadt (Central Business District) ist weitgehend modern und von Hochhäusern dominiert. Das höchste Gebäude Sydneys, der 305 Meter hohe Sydney Tower, hat eine Aussichtsplattform und bietet eine exzellente Rundumsicht, insbesondere auch über den wunderschönen Hafen.

Zentrum der Unterhaltung ist das Gebiet um Darling Harbour , das man ganz bequem mit der Sydney Monorail befahren kann. Neben den kulinarischen Verpflegungsstätten direkt am Hafenbecken befinden sich dort ein Sega-World-Park, das Panasonic IMAX Theatre, welches die größte flache Kinoleinwand der Welt besitzt (36 m breit, 25 m hoch, 900 m² Fläche), Veranstaltungsplätze und -gebäude mit wechselnden Programmen, der Chinesische Garten, das Schifffahrtsmuseum sowie das Sydney Aquarium, ein Meeresaquarium mit glasüberdachten Tunneln.

Daran schließt sich im Süden der City Chinatown, das chinesische Viertel, an. Es hat einen eigenen Charme und belegt die Nähe der Stadt zum asiatischen Raum. Cabramatta, ein Außenbezirk ca. 30 km westlich der City, ist eine vietnamesische Entsprechung.

Sehenswert ist auch der im viktorianischen Stil gehaltene Stadtteil Paddington östlich der City, der angrenzende Amüsierdistrikt Kings Cross sowie der Taronga Zoo, der als einer der schönsten Tiergärten der Welt gilt. Der Sydney Olympic Park und die vielen Strände der Stadt sind weitere Attraktionen. Surfer wissen vor allem den Bondi Beach und Manly Beach zu schätzen.

Geschichte

Die Gegend des heutigen Stadtgebiets wurde vor ungefähr 40.000 Jahren von Aborigines besiedelt. Zu Beginn der Kolonisation lebten hier etwa 4000 bis 8000 Menschen, die drei verschiedenen Stämmen angehörten. Dies waren die Darug, die Dharawal und die Guringai. Obwohl ihre Siedlungen weitgehend verschwunden sind, sind an einigen Stellen Felszeichnungen erhalten geblieben.

1770 hatte Captain James Cook südlich des heutigen Stadtzentrums die Botany Bay entdeckt und auch die Einfahrt zum Port Jackson auf seinen Karten verzeichnet. Am 18. Januar 1788 erreichte Captain Arthur Phillip mit der First Fleet die Botany Bay, die als Standort für eine Strafkolonie vorgesehen war. Während einer dreitägigen Erkundungstour durch den Port Jackson (vom 21. bis 23. Januar 1788) entdeckte Phillip zunächst Manly Cove und einen Tag später auf der anderen Seite des Naturhafens eine weitere Bucht, die er (nach dem damaligen britischen Innenminister Thomas Townshend Sydney) auf den Namen Sydney Cove taufte.


Am 26. Januar 1788 erreichte eine französische Expedition unter Jean-François de La Pérouse ebenfalls die Botany Bay. Die Engländer beschlossen am selben Tag, die Kolonie an den Sydney Cove zu verlegen. Etwa 800 Sträflinge sowie rund 500 Seeleute und Soldaten verließen in der Nähe des heutigen Circular Quay die Schiffe. Der 26. Januar ist seither Australiens Nationalfeiertag. Die Errichtung der Strafkolonie hatte für die einheimische Bevölkerung verheerende Folgen. Durch eingeschleppte Krankheiten wie Masern und Pocken wurde sie fast ausgelöscht, die wenigen Überlebenden mussten sich der englischen Herrschaft unterwerfen.

Während der Rum-Rebellion im Jahr 1808 wurde der autoritär herrschende Gouverneur William Bligh, der ehemalige Kapitän der Bounty, entmachtet. Erst Gouverneur Lachlan Macquarie schuf zwischen 1810 und 1821 die Voraussetzungen, dass sich aus der Strafkolonie eine bedeutende Stadt entwickeln konnte. Er ließ Straßen, Brücken, Hafenanlagen und öffentliche Gebäude errichten. In den 1830er und 1840er Jahren entstanden die ersten Vororte, als immer mehr Einwanderer aus Großbritannien und Irland in Sydney ankamen.

Nach dem ersten Goldrausch im Jahr 1851 wurde die Stadt endgültig zum kulturellen, wirtschaftlichen und industriellen Mittelpunkt Australiens. Im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts begann die Urbanisierung des Umlandes, bereits Mitte der 1920er Jahre zählte die Stadt mehr als eine Million Einwohner. 1932 entstand die Sydney Harbour Bridge, zuvor war die Gegend nördlich des Port Jackson nur umständlich erreichbar und deshalb dünn besiedelt gewesen. Ab Mitte des 20. Jahrhunderts begann die verstärkte Einwanderung aus asiatischen Ländern, was der Stadt ein ausgesprochen multikulturelles Flair verlieh.

Sydney war Austragungsort der Olympischen Sommerspiele 2000. Im Jahr 2008 wird hier der XXIII. Weltjugendtag stattfinden.

Quelle: http://www.worldyouthday.de/weltjugendtag-sydney